Grundwerke der politischen Philosophie versammelt zentrale Texte des politischen Denkens von der antiken Polis bis zu den sozialen und anarchistischen Bewegungen der Moderne. Die Sammlung entfaltet ein breites Spektrum literarischer und argumentativer Formen: philosophischer Dialog und systematische Abhandlung, utopischer Entwurf, staatsrechtliche Reflexion, revolutionäres Manifest und publizistische Intervention. Fragen nach Gerechtigkeit, Herrschaft, Freiheit, Eigentum, Krieg und Frieden treten dabei in exemplarischen Werken ebenso hervor wie die Spannungen zwischen republikanischer Tugend, absoluter Souveränität, Aufklärung und sozialer Emanzipation. Die versammelten Autoren bilden keine einheitliche Schule, sondern einen produktiven Streitverband der Ideengeschichte. Antike Staatslehre, Renaissance-Realismus, frühneuzeitliches Naturrecht, Vertragstheorie und Friedensdenken begegnen dem deutschen Idealismus, Liberalismus, Nationalstaatsdenken sowie Marxismus, Sozialismus und Anarchismus. Von Platon und Aristoteles über Machiavelli, Rousseau und Kant bis zu Marx, Luxemburg und Mühsam werden politische Ordnungen nicht bloß beschrieben, sondern in ihren moralischen Voraussetzungen und historischen Folgen kritisch geprüft. Dieser Band empfiehlt sich als fundierte Einführung und als Arbeitsbuch für alle, die politische Begriffe in ihrer Entstehung und Kontroverse verstehen wollen. Er eröffnet die seltene Möglichkeit, gegensätzliche Modelle von Staat und Gesellschaft im direkten Vergleich zu lesen, ihre Nachwirkungen zu erkennen und den fortdauernden Dialog über Macht, Recht und Befreiung neu zu führen.